Alfred Junge

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Alfred Junge

Alfred Junge (* 14. April 1860 in Hamburg; † 16. Juli 1936 in Weißenfels) war Justitzrat und erster Leiter des Städtischen Museums in Weißenfels.


Inhaltsverzeichnis

Die Jugendjahre

Alfred Junge wurde als Sohn eines Kaufmanns in Hamburg geboren. Aber nicht Hamburg sondern Sachsen ist seine geistige Heimat geworden. Schon in seiner Kindheit kam er nach Zeitz und besuchte dort das Gymnasium bis zur Reifeprüfung. Als junger Student ging er dann nach Leipzig um Rechtswissenschaft zu studieren. In Leipzig fand er auch Zeit die reichen Schätze des Museums zu erkunden und fand so die Liebe zur Heimatforschung. Nach seinen Studium absolvierte er seine Militärpflicht bei einem Jägerbataillon.

In Weißenfels

1890 ließ er sich dann in Weißenfels als Rechtsanwalt nieder und eröffnete eine Praxis. Gleichzeitig begann er sich an den öffentlichen Leben wie an den wissenschaftlichen und künstlichen Bestreben unserer Stadt zu beteiligen.

Verein für Natur- und Altertumskunde

Der Verein für Natur- und Altertumskunde wurde 1874 gegründet. Zunächst begann man sich mit vorgeschichtlichen Ausgrabungen zu beschäftigen. 1902 beschloss man auch die Heimatkunde von Weißenfels zur Aufgabe zu machen. Seit diesem Jahr ist Alfred Junge Vorstandsmitglied und hat vorzugsweise in diesem Sinne mitgearbeitet.

Museum

1910 wurde in den Räumen des früheren St. Clarenklosters, das Museum eröffnet. Alfred Junge der sich restlos für die Vermehrung der Sammlung eingesetzt hatte, wurde zum ehrenamtlichen Leiter des Museums ernannt. Nun war eine sichere Grundlage für das Museum geschaffen, was Junge mit seinen Gleichgesinnten Freund, Professor Schroeter, unermüdlich weiter ausbaute. Er nahm weite Reisen auf sich, besuchte Museen und Kunstausstellungen um neue Erwerbungen für das Weißenfelser Museum zu machen. Immer wieder fand er Wohlhabende Gönner, die für manche teure Anschaffungen große Summen spendeten. Mehr als 25 Jahre durfte er sich an seinem Museum erfreuen.

Die letzten Jahre

Noch einmal durfte er einen glänzenden Tag erleben. Die 25 jährige Gedenkfeier der Museumgründung am 1. März 1936. Noch einmal flammte die Begeisterung des Museumsleiters auf, als er im hohen Alter eine Rede über sein Schaffen des Museums hielt und die wohlverdiente Ehrung des Oberbürgermeisters Dr. Zeitler empfing.
Schon länger zehrte eine schlimme Erkrankung an ihn, sodass er immer seltener ins Museum konnte. Aber bis zum Sommer 1936 hinein, konnte er manchmal das Museum besuchen und arbeitete noch an einen Plan zur Vergrößerung.
Am 16. Juli 1936 zwei Stunden nach dem er die letzten Schriftstücke unterschrieben hatte, entschlief er sanft in den Armen seiner Gattin.

Andenken

In Weißenfels gibt es eine Straße am Klemmberg, die seinen Namen trägt.

Quelle

Die Heimat September 1936 (Prof. Dr. Richard Neumann)

Persönliche Werkzeuge


alte Buecher aus Weissenfels