Alfred Nier

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Alfred Nier

Alfred Nier (* 20. September 1897 in Weißenfels; † 3. Juni 1958 ) war ein Heimatforscher und Schriftsteller.


Inhaltsverzeichnis

Sein Leben

Alfred Nier ist am 20. September 1897 in Weißenfels als Sohn eines Schriftleiters (Weißenfelser Tageblatt) geboren. Er war vielseitig begabt. Neben den Schreiben und Forschen hatte Alfred Nier eine starke Musikalische Begabung. Auch konnte er überdurchschnittlich gut Malen und Zeichnen.

Alfred Nier wurde Lehrer. Sein Lieblingsfach war Heimatkunde. Unzählige Aufsätze, Berichte und Zeichnungen heimatkundlichen Inhalts schrieb er für Zeitungen, Zeitschriften und Kalender. Für den Volksschulunterricht gab er Ergänzungshefte neben den Lehrbüchern heraus. In Teucher gründete er eine heimatkundliche Lehrerarbeitsgemeinschaft, die in Jahren 1924 bis 1929 insgesamt 12 Hefte Hefte mit den Namen „Unser Heimatkreis Weißenfels“ herausgab. 1930 erschien die Chronik des Dorfes Gaumnitz. Zusammen mit Schulrat Schütt schrieb er diese. Im gleichen Jahr gab er den Kalander „Kinder und Heimat“ heraus und 1931 die Schulchronik von Plennschütz. An dieser Schule war er auch einige Jahre Lehrer. Von 1930 bis 1933 war Alfred Nier Mitglied des Bezirkssauschusses für Jugendpflege und bearbeitete hier die Sachgebiete Heimatpflege und Wandern. Er leitete mehrere Lehrgänge für Lehrer und Jugendleiter im Weingut „Steinmeister“ bei Naumburg. Auf seinen Wanderungen machte er so manche Entdeckungen; so fand er in der Kirche zu Schkölen das Bildnis eines drehleierspielenden Mönches. In der Plennschützer Lehmgrube brachte er das Skelett eines Steppenperdes ans Tageslicht, und bei Plotha grub er eine bandkeramische Töpferwerkstatt aus. Von 1934 bis 1938 war er pädagogischer Bearbeiter der Kinderbeilage des „Weißenfelser Tageblattes“ wo er zahlreiche Beiträge veröffentlichte. Auch war er Mitarbeiter des Volkskabinetts. 1944 wurde sein Laienspiel „Die Schlachschüssel“ in 4 Akten vom Mitteldeutschen Landestheater aufgeführt. Dazu kommen zahlreiche Kinderspiele.

Auch in der Musik war Alfred Nier sehr begabt. Von 1922 bis 1939 leitete er den Plothaer Gesangsverein und gab mit ihm eine Reihe von Konzerten. 1952 übernahm er den Prittitzer Klampfenchor und erweiterte ihn zum Dorfensemble. Das Ensemble der Zentralschule „Langendorf“, wo er auch einige Jahre als Lehrer tätig war, konnte unter seiner tatkräftigen Mitarbeit ebenfalls stolze Erfolge erringen. 1955 ist er im Kulturbund Mitglied der Bezirkskommision Volkskunde. Dann wurde er Leiter der Weiterbildungsarbeitsgemeinschaft für Heimatkunde im Pädagogischen Kreiskabinett, wo er zahlreiche Vorträge hielt. Seit 1954 gehörte er zum Redaktionskollegium des Weißenfelser Heimatboten an.

Im März 1957 erkrankte Alfred Nier schwer. Über ein Jahr war er am Krankenbett gefesselt. Aber selbst dort, wann immer es die Schmerzen zuließen, schrieb er weiter für seine Heimat. Im Krankenbett entstanden auch die Erzählung „Der Preußische Tambour“. Am 3. Juni 1958 erlöste der Tod sein schmerzhaftes Leiden. Er soll uns immer in Erinnerung bleiben. Die Fülle seiner Leistungen für unser Heimat waren enorm.

Einige Werke

  • ca. 1920 - Zwischen Saale und Elster (2. Teile)
  • 1924 bis 1929 – 12 Hefte Unser Heimatkreis Weißenfels
  • 1930 – Chronik des Dorfes Gaumnitz
  • 1931 – Schulchronik von Plennschütz
  • 1934 bis 1938 - Zahlreiche Beiträge und Gedichte für den Jugendteil des Weißenfelser Tageblattes
  • 1937 – Das Sagenbüchlein des Kreises Weißenfels (1937)
  • 1954 bis 1958 – zahlreiche Beiträge für den „Weißenfelser Heimatboten“

Vereine und Mitgliedschaften

  • Wandervögel
  • 1922 bis 1939 – leitet er den Plothaer Gesangsverein
  • ca. 1923 – Gründet er die heimatkundliche Lehrerarbeitsgemeinschaft in Teuchern
  • 1930 bis 1933 – Mitglied des Bezirksausschusses für Jugendpflege
  • 1934 bis 1938 – Pädagogischer Bearbeiter der Kinderbeilage des „Weißenfelser Tageblattes“
  • 1952 – übernahm er den Prittitzer Klampfenchor und erweiterte ihn zum Dorfensemble
  • 1955 Mitglied der Bezirkskommission Volkskunde, später Leiter der Fachkommission Heimatkunde

Quellen

Verweise

Persönliche Werkzeuge


alte Buecher aus Weissenfels