Hotel zum Schützen

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Hotel zum Schützen

"Doch als Juwel erscheint das alt-historische Haus "Zum Schützen". Kein Grand-Hotel, am allerwenigsten mit gelben oder roten Verblendsteinen, könnte das ehrenwürdige Haus ersetzen. Unserem Baudenkmal wird zum Segen, was anderen zum Nachteil wird. Ruhig, rein, schön, bietet es uns den gutbürgerlichen, dabei echt Weißenfelser Renaissancebau des 16. Jahrhunderts."

So stand es in einen alten Buch. Unter der Regierung der SED (mehrer Namenswechsel nach der Wende 1989, zur Zeit "die linke") wurde im Jahre 1979 das Hotel "Zum Schützen" abgerissen.

Inhaltsverzeichnis

Zur Sackpfeife

Im Jahre 1554 erbaut unter den Namen "Zur Sackpfeiffe." 1580 dann die Umbenennung in Hotel "Zum Schützen" 1616 baute Christian Schütz den schönen Erker an.

Wallenstein und der Kriegsrat

1632 besetzen die Truppen Wallensteins Weißenfels. Im Unteren Eckzimmer am 2. November 1632 fand hier der bekannte Kriegsrat statt. Der geplante Angriff auf Naumburg (Schwedenkönig Gustav Adolf war in Naumburg) wurde hier verworfen und Wallenstein und sein Generalstabschef entschieden im "Schützen" das Winterquartier in Halle/Leipzig zu beziehen.

weiter Daten

Das historische Gebäude war der elterliche Gasthof des berühmten Musikers Heinrich Schütz. Hier entdeckte auch der Landgraf Moritz von Hessen-Kassel Heinrich Schütz als Kind, der ihn als Kapellknaben mit nach Kassel nach.

  • 1648 wurde der Gasthof an Schumann verkauft
  • 1660 läßt Schumanns Sohn Hans Bastian den Gasthof völlig neu herrichten.
  • Am 20 Juni 1683 kauft Johann Müller den "Schützen" für 200 Gulden.
  • am 22. September 1727 wird das Haus wieder verkauft. An Christian Ehrhardt Breiter. Das Gasthaus bleibt im Familienbesitz bis zum Jahre 1763.
  • weiter Besitzer: Gotfried Günther, Oskar Pinkert, August Polex, Paul Kloppe
  • Bis zum 1. Weltkrieg war der "Schützen" der alt bewährte Gasthof der Stadt Weißenfels. Danach im Besitz der Evangelischen Kirche.
  • Der Abriß des Gebäudes wegen Baufälligkeit im Jahre 1979 stellte einen großen Verlust für die Stadt Weißenfels dar und erfolgte gegen den Willen zahlreicher Weißenfelser.(1)

Einzellnachweise

(1) http://www.schuetzhaus-weissenfels.de/de/Weissenfelser_Beziehungen.html

Persönliche Werkzeuge


alte Buecher aus Weissenfels