Luise Brachmann

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Luise Brachmann, Gemälde von Leopold Kupelwieser aus Wien

Louise Brachmann (* 9. Februar 1777 in Rochlitz; † 17. September 1822 in Halle (Saale)) war eine Schriftstellerin.


Inhaltsverzeichnis

Die ersten Jahre

Louise Brachmann wurde am 9. Februar 1777 als Tochter des Kreissekretärs Christian Paul Brachmann und dessen Frau Friederike Louise geb. Vollhardt in Rochlitz geboren. 1787 wurde ihr Vater zum Geleitskommissar des Kreises Thüringen ernannt. Deswegen kam sie als 10 Jährige nach Weißenfels. Ihre Mutter war eine hochgebildete Frau und eine Jugendfreundin der Mutter von Novalis. So lernte sie Novalis und seine Schwester Sidonie kennen. Mit ihr war sie in schwärmerischer Freundschaft verbunden und Friedrich von Hardenberg (Novalis) wurde richtungweisend für ihre literarische Arbeit.

Die erfolgreichen Zeiten

Um 1800 erreichte Luise Brachmann den Höhepunkt ihrer literarischen Arbeit. Von ihr erschienen Novellen, kleine Romane und besondere Gedichte. Novalis machte Friedrich Schiller 1798 auf die Werke von Luise Brachmann aufmerksam. In Schillers „Musenalmanach“ veröffentlichte er einige ihrer Gedichte. In der Zeitschrift „Die Horen“ hat Schiller 1798 fünf Gedichte von ihr veröffentlich.

Luise Brachmann und Schiller

Luise Brachmann

Am 19. September1801 übernachtete Schiller in Weißenfels und erkundigte sich nach Luise Brachmann. Ihm wurde gesagt sie sei verstorben. (Dieser traurigen Nachricht lag eine Verwechslung zugrunde. Ihre Schwester Amalie war gestorben). Schiller war in seinen Brief vom 15. November 1802 erfreut über die Aufklärung des Mißverständnisses durch Luises Brief. Am 30. September 1803 lud Schiller Luise Brachmann und ihren Vater zu einem Besuch in sein Weimarer Haus ein. Der langersehnte Wunsch von Ihr, Schiller persönlich kennenzulernen ging in Erfüllung. An diesem Tag lernte sie auch Goethe kennen.

Die Jahre bis zum Tod

Am 7. Oktober 1800 als 23 Jährige versuchte sich Luise Brachmann das erste mal das Leben zu nehmen. Ein Dachvorsprung rettet ihr bei dem Sprung aus dem 2. Stock des Väterlichen Hauses das Leben. Kurz danach im Jahre 1801 starb Novalis, Sidonie, die Schwester Amalie, 1802 die Mutter und 1804 der Vater. Der Hang zum Selbstmord drohte abermals. Als 1805 dann Schiller starb, wurde ihr eine große Stütze genommen. Seine warme Anerkennung bestärkte sie immer in ihren dichterischen Schaffen. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen schrieb sie viel in: Unterhaltungsblättern, Taschenbüchern und Kalendern. Ihr lyrisches Talent hat aber dadurch sehr gelitten. Viele Enttäuschungen erlebte sie in ihren weiteren Leben. Am 17. September 1822 setzte sie ihren Leben ein Ende. Unterhalb des Giebichenstein stürzte sie sich in die Saale. Erst acht Tage später fand man ihren Leichnam und beerdigte sie in aller Stille auf dem Hallischen Friedhof.

Andenken

In Weißenfels gibt es eine Straße die ihren Namen trägt.

Werke von oder über Luise Brachmann

u.a.

  • Gedichte von Luise Brachmann (2003)
  • Luise Brachmann - Dichterin zwischen Klassik und Romantik (Weissenfelser Heimatbote März 1992)
  • Erinnerungen an Luise Brachmann und den Schiller-Körnerkreis (1937)
  • Poetisches Schatzkästlein für die Jugend (1899)
  • Romantische Blüthen (1817)
  • Rheinisches Taschenbuch für das Jahr 1820
  • Auserlesene Dichtungen (1824)
  • Auserlesene Dichtungen (1825)
  • Auserlesene Dichtungen (1826)

pppp

Persönliche Werkzeuge


alte Buecher aus Weissenfels