Weißenfelser Bismarckturm

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Bismarckturm auf dem Klemmberg

Der Bismarckturm steht auf den Klemmberg und wurde am 25. August 1907 eingeweiht. Die Grundsteinlegung war ein Jahr vorher am 01. April 1906. Er hat eine Höhe von 21 Meter, ist quadratisch mit einem Grundriß von 11 m x 11 m. Der Bau hat insgesamt über 20.000 Mark gekostet. Da das Geld knapp war, wurde unter der Bevölkerung eine große Spendenaktion durchgeführt. Das Geld kam zusammen und der Bismarckturm wurde gebaut.

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Schwarz/Weiß Ansichtskarte

Der Entwurf stammt vom Architekten Meienberg. Errichtet wurde er von Mauermeister Günther der Freyburger Kalkstein verwendete. Das Reliefbild Bismarcks und die Reichsadler sind von der Firma Mennicke in Halle entworfen und vom Bildhauer Schlehan ausgeführt worden. Die Schmiedeeisernen Türbeschläge hat Schlossermeister Ursinus nach den ältesten germanischen Funden im Museum zu Bergen mit großer Kunstfertigkeit ausgeführt. Im unteren Raum des Turmes hat Malermeister Ruck die Namen der Vereine verewigt, die zum Bau des Denkmals besondere Stiftungen gemacht haben.

Einweihungsfeier

Am Vormittag des 25. August 1907 wurde der Turm eingeweiht. Vertreter der städtischen Behörden, das Offizierkorps der Unteroffizierschule, Krieger- Gesang- und vaterländische Vereine mit 25 Fahnen, die Unteroffiziersschule, Schulkinder und eine große Zuschauermenge nahmen an der Eröffnung teil. Die Kapelle der Unteroffiziersschule leitete die Feier mit einem Choral ein. Superintendent Dr. Lorenz hielt eine Ansprache, die mit einem Hoch auf den Kaiser ausklang, worauf die Kaiserhymne gesungen wurde. 14 Weißenfelser Gesangsvereine trugen dann unter Kantor Allendorfs Leitung die Bismarck-Hymne von Jüngst mit Orchesterbegleitung vor. Danach hielt Oberschuldirektor Dr. Lowisch die Festrede. Der Vorsitzende des Bismarckturm-Ausschusses, Rechtsanwalt Alfred Junge, übergab dann den Turm mit einer Ansprache an die Stadt und Bürgermeister Wadehn. Nach einer Kranzniederlegung fand die Feier mit dem Lied der Deutschen ihr Ende. Eine Festtafel im Hotel zum Schützen schloß sich an. Die Eröffnung entwickelte sich zu einem wahren Weißenfelser Volksfest, an den tausende Menschen teilnahmen und die Geschäfte in der Stadt besonders geschmückt waren. Am Nachmittag versammelten sich 12.000 Menschen vor dem Bismarckturm und am Abend fand dort ein Kommers statt. Als der nach dem Sonnenuntergang der Mond emporstieg, flammte bengalische Beleuchtung auf und aus der Feuerpfanne auf der Spitze stieg eine Flamme zum nächtlichen Himmel empor. Direktor Bethmann aus Langendorf hielt dabei vom Söller des Turmes eine begeisterte Ansprache auf Bismarck, die in ein hoch auf den Kaiser ausklang, worauf die tausendköpfige Menge die Kaiserhymne anstimmte.

Der Turm während der DDR

Nach 1949 wurden die 4 Reichsadler und das Bismarckrelief von den Kommunisten zerstört. Auch wurde der Turm in Kepler-Turm umbenannt. Bis Mitte der 80er Jahre konnte man noch auf den Turm, bevor er wegen Baufälligkeit gesperrt wurde. 1989 bekam er seinen alten Namen wieder. Der Bismarckturm.

Weißenfelser Bismarckturm Verein e.V.

Am 28. Oktober 2005 gründete sich der Weißenfelser Bismarckturm Verein e.V., der sich zum Ziel gesetzt hat den Turm zu erhalten und zu Rekonstruieren. Unterstütz wird der Verein von vielen Sponsoren. Ein besonderer Dank gilt diesem Verein die schon viel erreicht haben. Zum 100 jährigen Jubiläum im Jahr 2007 wurde die Turmkuppel fertiggestellt und der Turm war auch wieder begehbar. Die vier Reichsadler kehrten 2010/12 wieder auf den Turm zurück.

Ansichtskarten Galerie

Quellen

Persönliche Werkzeuge


alte Buecher aus Weissenfels