Wilhelm Rogosch Dampf-Kunst-Färberei

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Wilhelm Rogosch Dampf-Kunst-Färberei

Die Wilhelm Rogosch Dampf-Kunst-Färberei, Dekatur, chemische und Dampfanstalt, war ein heimatliches Unternehmen aus Weißenfels


Inhaltsverzeichnis

Der Anfang

Am 1. Oktober 1887 gründete Wilhelm Rogosch, der aus Amerika zurückgekehrt war, in der Dammstraße 30 und 33 eine Kunstfärberei, Druckerei und chemische Reinigung. Durch seine im In- und Ausland erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen, seine unermüdliche Arbeitskraft und Lieferung einer stets einwandfreien Arbeit, schuf er schon bald einen festen Kundenstamm. Der Betrieb wurde 1892 in die Leipziger Straße 12 und dann schließlich im Jahre 1904 in den 11.000 Quadratmeter großen Grundstück Leipziger Straße 120 verlegt. 1914 riß ein jäher Tod den Gründer aus seinen Schaffen. Bis Kriegsende (1. Weltkrieg) wurde der Betrieb von seiner Witwe weitergeführt.

Erfolgreiche Zeiten

Im Jahre 1919 wurde der Betrieb dann von seinen Ältesten Sohn den Färbermeister Paul Rogosch übernommen. Er führte den Betrieb sicher durch die Inflation. Danach setzte eine ständige Aufwärtsentwicklung ein. Es wurden bauliche Veränderungen vorgenommen, Neubauten errichtet, moderne Maschinen, Apparate und andere Einrichtungen aufgestellt. Der Betrieb zählte im weitesten Kreise Weißenfels zu einen der besteingerichteten Betriebe auf seinen Gebiet.

Die Abteilungen und der Service

In den Betrieb der durch seinem sehr guten Service immer bekannter wurde, gab es mehrere Abteilungen. Die „Chemische Reinigung“ war für ihre modernen Anlagen bekannt geworden. Herren, Damen und Kinderkleidung wurden in schonender Weise bewegt, so daß aller Schmutz aus dem Gewebe entfernt wurde, und die Fasern behielten ihre Natürliche Weichheit. Das darauf folgende kunstgerechte Aufbügeln vervollständigt die Bearbeitung. Eine Bettfederreinigungsanlage entfernt durch Dampf und heiße Luft Schmutz und Bakterien aus Bettfedern. Ein besonderer Service war noch die Reparatur von beschädigter Kleidung wie z.B. durch Brandflecke oder Risse, durch Hauseigenes Personal. In der Abteilung „Dampf-Kunstfärberei werden alle Arten Kleidungsstücke, Möbel und Behangstoffe, Ledersachsen gefärbt oder in die Farbe gegebener Muster neu eingefärbt. Die Abteilung „Dampfwaschanstalt 1922 den Betrieb angegliedert. Die Lieferung erfolgte in 5 eigenen Reiseautomobilen die ihre Kundschaft im Umkreis von 75 km versorgte.

Das Ende

Ein Netz aus Filialen und Annahmestellen hatte die Firma. Der Name war in der weitesten Umgebung von Weißenfels jedermann bekannt. Der Betrieb gab etwa 150 Menschen aus Weißenfels und Umgebung Arbeit. Anfang 1946 wurde das Unternehmen von der Russischen Besatzermacht und den Verwaltern entschädigungslos enteignet.

Bücher und Literatur

Persönliche Werkzeuge


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